0800 0020090

Falls bei der Reisebeschreibung nicht ausdrücklich auf andere Bedingungen hingewiesen wird, gelten die nachfolngeden.
1. Abschluss des Reisevertrages
Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss eines
Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung soll schriftlich (auf dem Buchungsformular des Veranstalters) vorgenommen
werden. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Veranstalter
zustande. Diese bedarf keiner bestimmten Form. Der Veranstalter wird
aber bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss dem Kunden eine
schriftliche Reisebestätigung übermitteln. Hierzu ist er nicht
verpflichtet, wenn die Buchung durch den Kunden weniger als sieben
Werktage vor Reisebeginn erfolgt.
Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Veranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Veranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung erklärt.
2. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften / Visumbeschaffung
Der Veranstalter weist auf Pass-, Visumerfordernisse einschließlich der
Fristen zur Erlangung dieser Dokumente und gesundheitspolizeiliche
Formalitäten in dem von ihm herausgegebenen und dem Kunden zur
Verfügung gestellten Prospekt oder durch Unterrichtung vor der Buchung
einschließlich zwischenzeitlicher Änderungen insbesondere vor
Vertragsabschluss und vor Reisebeginn hin, die für das jeweilige
Reiseland für deutsche Staatsbürger ohne Besonderheiten wie
Doppelstaatsbürgerschaft etc. gelten.
Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht durch den Veranstalter hat der Kunde die Voraussetzung für die Reise zu beschaffen, sofern sich nicht der Veranstalter ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigung etc. verpflichtet.
3. Zahlung
Veranstalter und Vermittler dürfen Zahlungen auf den Reisepreis vor
Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Kunden ein
Sicherungsschein gemäß § 651 k BGB übergeben wurde (Versicherer
Reisegarant, Hamburg). Nach Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung
des Sicherungsscheines eine Anzahlung von 20 % des Reisepreises zur
Zahlung fällig. Die Restzahlung wird vier Wochen vor Reisebeginn
fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist. Maßgeblich ist die
Gutschrift auf dem Konto des Veranstalters.
Verlangt der Veranstalter eine höhere Anzahlung als die in Satz 1 genannte, bedarf dies einer ausdrücklichen Vereinbarung der Parteien bei Vertragsabschluss.
Die qualifizierten Reiseunterlagen werden dem Kunden nach Zahlungseingang übermittelt oder – auf Wunsch – bei dem Veranstalter ausgehändigt.
4. Leistungen / Leistungsänderungen
Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der
Leistungsbeschreibung sowie aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in
der Reisebestätigung. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen
Leistungen verändern, bedürfen einer ausdrücklichen Bestätigung durch
den Veranstalter.
Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die von dem Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind gestattet, soweit die Änderungen und Abweichungen nicht erheblich sind, den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen und für den Kunden nicht unzumutbar sind. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
Der Veranstalter verpflichtet sich, den Kunden über Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Gegebenenfalls wird er dem Kunden eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten.
5. Preisänderungen
a) Der Veranstalter behält sich die Änderung der in den Katalogen
und sonstigen Ausschreibungen angegebenen Preise vor. Eine Änderung
kann insbesondere bei Inanspruchnahme preishöherer Zusatzkontingente,
bei Änderung der Preise von Leistungsträgern für Beförderungskosten
sowie bei der Änderung von Flughafen Einreisegebühren und Wechselkursen
erforderlich werden. Für Preisanpassungen nach Vertragsabschluss gilt
Ziffer 5. b).
b) Der Veranstalter behält sich vor, den vereinbarten Reisepreis im
Falle der Erhöhung der Beförderungs- oder Unterbringungskosten oder der
Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren wie
folgt zu ändern:
• Sofern sich die bei Vertragsabschluss bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten erhöhen, so ist der Veranstalter berechtigt den Reisepreis unter Anwendung nachfolgender Berechnungen zu erhöhen:
• Soweit sich die Erhöhung der Beförderungskosten auf den Sitzplatz bezieht, kann der Veranstalter von dem Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
• Werden von dem Beförderungsunternehmen erhöhte Preise pro Beförderungsmittel gefordert, werden die zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Die sich daraus pro Einzelplatz ergebende Erhöhung kann von dem Kunden verlangt werden.
• Bei Erhöhung der bei Vertragsabschluss bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren, kann der Veranstalter den Reisepreis um den entsprechenden Betrag pro Kunde heraufsetzen.
• Grundsätzlich ist eine Erhöhung nach Vertragsabschluss nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss für den Veranstalter nicht vorhersehbar waren.
• Bei einer Anpassung des Reisepreises nach Vertragsabschluss hat der Veranstalter den Kunden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen können nur bis zum 21. Tag vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt werden. Im Falle von Preiserhöhungen nach Vertragsabschluss um mehr als 5 % des Gesamtpreises kann der Kunde kostenlos zurücktreten oder statt dessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten.
• Der Kunde hat unverzüglich nach unserer entsprechenden Erklärung die Rechte nach dem vorhergehenden Absatz gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen.
6. Teil- oder Gesamtrücktritt des Kunden vom Reisevertrag / Ersetzungsbefugnis
Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.
Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter.
Dem Kunden wird aus Beweisgründen empfohlen, den Rücktritt schriftlich
zu erklären.
Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann der Veranstalter Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen.
Wenn im Angebot nicht anders ausgewiesen, entstehen folgende Rücktrittskosten:
6.1 Städtereisen/Rundreisen
Absage bis 30 Tage vor Reisebeginn pro Person 20 %
Absage bis 22 Tage vor Reisebeginn pro Person 30 %
Absage bis 15 Tage vor Reisebeginn pro Person 50 %
Absage bis 07 Tage vor Reisebeginn pro Person 60 %
spätere Absage oder Nichtantritt der Reise pro Person 90 %
6.2 Flugpauschalreisen Europa
Absage bis 30 Tage vor Reisebeginn pro Person 15 %
Absage bis 22 Tage vor Reisebeginn pro Person 20 %
Absage bis 15 Tage vor Reisebeginn pro Person 30 %
Absage bis 07 Tage vor Reisebeginn pro Person 50 %
spätere Absage oder Nichtantritt der Reise pro Person 80 %
6.3 Flugpauschalreisen Ferndestinationen
Absage bis 30 Tage vor Reisebeginn pro Person 25 %
Absage bis 22 Tage vor Reisebeginn pro Person 35 %
Absage bis 15 Tage vor Reisebeginn pro Person 50 %
Absage bis 07 Tage vor Reisebeginn pro Person 80 %
spätere Absage oder Nichtantritt der Reise pro Person 90 %
6.4 Eigenanreise und nur Hotels
Absage bis 45 Tage vor Reisebeginn pro Person 10 %
Absage bis 30 Tage vor Reisebeginn pro Person 15 %
Absage bis 22 Tage vor Reisebeginn pro Person 25 %
Absage bis 15 Tage vor Reisebeginn pro Person 30 %
Absage bis 07 Tage vor Reisebeginn pro Person 80 %
spätere Absage oder Nichtantritt der Reise pro Person 90 %
6.5 Rücktrittsgebühren bei Flugtickets ohne weitere Arrangements
Linienflüge
spätere Absage oder Nichtantritt der Reise 95 %
Charterflüge (z.B. Air Berlin, Condor, Tuifly)
ab Buchung 95 %
Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Veranstalter nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich niedriger Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Pauschale.
Sollte im Einzelfall der nachweisbare Schaden höher sein als die vorgenannten pauschalierten Stornokosten, so kann dieser weitergehende Schaden von dem Veranstalter geltend gemacht werden. Die dann geforderte Entschädigung wird unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen Verwendung der Reiseleistung beziffert.
Bis zum Reisebeginn kann der Kunde verlangen, dass statt seiner ein Dritter an der Reise teilnimmt. Der Veranstalter kann der Teilnahme des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Der Veranstalter kann vom Kunden die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten verlangen. Für den Reisepreis und die durch den Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers entstehenden Mehrkosten haften der ursprüngliche und neue Reiseteilnehmer gemäß § 651 b BGB als Gesamtschuldner.
7. Rücktritt und Kündigung durch den Veranstalter
Der Veranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom
Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag
kündigen:
Ohne Einhaltung einer Frist
Wenn der Kunde die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung durch den Veranstalter nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrags gerechtfertigt ist. Kündigt der Veranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die der Veranstalter aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt, einschließlich der ihr von den Leistungsträgern gutgebrachten Verträge.
Bis 29 Tage vor Reiseantritt
a) Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl,
wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine
Mindestteilnehmerzahl hingewiesen wird. In jedem Fall ist der
Reiseveranstalter verpflichtet, den Kunden unverzüglich nach Eintritt
der Voraussetzungen für die Nichtdurchführung der Reise hiervon in
Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich
zuzuleiten.
Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.
Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat der Reiseveranstalter den Kunden davon zu unterrichten.
b) Wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für den Reiseveranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil das Buchungsaufkommen für diese Reise so gering ist, dass die dem Reiseveranstalter im Falle der Durchführung der Reise entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würde. Ein Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters besteht jedoch nur, wenn er die zu seinem Rücktritt führenden Umstände nachweist und wenn er dem Reisenden ein vergleichbares Ersatzangebot unterbreitet hat.
Wird die Reise aus diesem Grund abgesagt, so erhält der Kunde den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.
8. Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände
Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer
höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so
können sowohl der Veranstalter als auch der Kunde den Vertrag kündigen.
Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Veranstalter für die bereits
erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden
Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen.
Weiterhin ist der Veranstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Kunden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunden zu Last.
9. Versicherung
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiseversicherung. Bitte benutzen Sie
zum Abschluss einer Versicherung die Überweisungsformulare der ELVIA,
die Sie zusammen mit der Buchungsbestätigung erhalten. Beachten Sie
bitte, dass der Abschluss der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
innerhalb von 8 Tagen nach Erhalt der Bestätigung erfolgen muss.
Rechtsbeziehungen bestehen nur zwischen Ihnen und der ELVIA.
10. Flugreisen
a) Es gelten im Allgemeinen die mit den Reisepapieren ausgegebenen
Flugpläne. Aus zwingenden Gründen notwendig werdende Änderungen der
Flugzeiten oder der Streckenführung, auch kurzfristig, sind zulässig,
soweit sie für den Kunden zumutbar sind. Gleiches gilt für den
Austausch des vorgesehenen Fluggerätes und den Einsatz eines weiteren
Luftfrachtführers durch den ausführenden Luftfrachtführer. Der
Veranstalter wird den Kunden unmittelbar nach Kenntnis von solchen
Umständen gemäß Ziff. 11 informieren. Am Zielort geschieht dies durch
Aushang an den Informationstafeln oder durch die Repräsentanten des
Reiseveranstalters direkt. Unabhängig davon obliegt es dem Kunden, sich
wegen der Rückflug- bzw. Transferzeiten 24 Stunden vor dem vorgesehenen
Abflugtermin über die örtliche Repräsentanz telefonisch oder mit Hilfe
der Infotafel zu informieren.
b) Direktflüge sind nicht immer „Non-Stop-Flüge“ und können insbesondere Zwischenlandungen mit einschließen.
c) Nimmt der Kunde im Zielgebiet keine Reiseleitung in Anspruch oder
ist diese nicht geschuldet, ist er verpflichtet, sich spätestens 24
Stunden vor dem Rückflug durch die Fluggesellschaft den genauen
Zeitpunkt des Rückfluges bestätigen zu lassen. Dazu wendet er sich an
die durch den Veranstalter mit den Reiseunterlagen bekannt gegebene
Rufnummer. Für Nachteile, die durch die Nichtbeachtung dieser Maßnahme
entstehen, kann der Veranstalter nicht aufkommen.
d) Ansprüche in Fällen der Nichtbeförderung, Annullierung und
Verspätung nach der EU-VO Nr. 261/2004 sind nicht an den Veranstalter,
sondern ausschließlich an den jeweiligen ausführenden Luftfrachtführer
(die Fluggesellschaft) zu richten.
e) Meldeschlusszeit am Abfertigungsschalter ist jeweils 90 Minuten vor
der angegebenen Abflugzeit. Ausnahmen sind den Flugplänen zu entnehmen.
Bei Nichterscheinen zu dem oben angegebenen Zeitpunkt, ist der
ausführende Luftfrachtführer berechtigt, über den Sitzplatz anderweitig
zu verfügen.
f) die Beförderung von Schwangeren kann aufgrund der jeweils aktuellen
Sicherheitsbestimmungen des ausführenden Luftfahrtunternehmens von
diesem verweigert werden. Bei bestehender Schwangerschaft zum Zeitpunkt
der Luftbeförderung ist daher der Veranstalter unverzüglich zu
informieren, damit in dem Einzelfall eventuell bestehende
Beförderungsbeschränkungen mit dem ausführenden Luftfahrtunternehmen
geklärt werden können.
11. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität
des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Veranstalter,
den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft
sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden
Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht bei
der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist
der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft zu
nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird. Sobald der
Veranstalter weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird,
muss er den Kunden informieren. Wechselt die dem Kunden als ausführende
Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Veranstalter den
Kunden über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle
angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so
rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. Auf Ziff. 10 wird
verwiesen. Die von der EU erstellte „Black List“ ist auf der Internetseite abrufbar.
12. Gepäckbeförderung
Im Rahmen der Flugreisen werden in der Regel bis zu 20 kg Gepäck pro
Gast und höchstens 20 kg pro Gepäckstück befördert. Mehr Gepäck ist in
der Regel auch gegen Aufpreis nicht möglich. Einzelheiten kann der
Kunde bei dem jeweiligen vertraglichen Luftfrachtführer erfragen.
Gepäckbeschädigungen, -verluste sowie -verspätungen muss der Kunde
unverzüglich nach Entdeckung an Ort und Stelle mittels Schadenanzeige
(PIR) der zuständigen Fluggesellschaft anzeigen. Die Schadensanzeige
ist bei Gepäckbeschädigungen und -verlusten spätestens binnen 7 Tagen
nach Entdeckung des Schadens, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach
Aushändigung, zu erstatten. Bei Gepäckbeschädigungen und Verlusten sind
der Schadensanzeige der Passagiercoupon sowie der Gepäckabschnitt
jeweils im Original beizufügen. Die Anzeige ist die Voraussetzung für
eine Haftung der Fluggesellschaft. Alle Fälle von Gepäckbeschädigungen,
-verlusten sowie -verspätungen sind unmittelbar gegenüber dem
Beförderungspersonal anzuzeigen. Medikamente für den eigenen Gebrauch
sowie Wertgegenstände sind (im Rahmen der jeweils gültigen
Sicherheitsbestimmungen) nicht im aufzugebenden Gepäck sondern im
Handgepäck zu befördern. Es ist untersagt, spitze Gegenstände (z. B.
Nagelpfeilen) mit ins Handgepäck zu nehmen.
13. Gewährleistung, Abhilfe und Obliegenheiten des Kunden beim Auftreten von Leistungsstörungen
a) Der Veranstalter steht für die Richtigkeit der Beschreibung aller in
den Katalogen/Prospekten angegebenen Reisedienstleistungen ein, sofern
der Veranstalter nicht vor Vertragsabschluss oder nach Maßgabe von
Ziff. 4 eine Änderung von Katalog-/Prospektangaben erklärt hat. Der
Veranstalter haftet nicht für Angaben in Orts- und Hotelprospekten,
soweit er darauf nicht ausdrücklich Bezug nimmt.
b) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Kunde
Abhilfe verlangen, sofern diese nicht einen unverhältnismäßigen Aufwand
erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung des Reisemangels bzw.
der Bereitstellung einer gleichwertigen Ersatzleistung.
c) Unterlässt es der Kunde bei Auftreten eines Mangels schuldhaft,
diesen gegenüber dem Veranstalter oder dem benannten örtlichen
Repräsentanten – die örtliche Repräsentanz bzw. die Reiseleitung sind
jeweils den Reiseunterlagen zu entnehmen – anzuzeigen, so kann er auf
diesen Mangel später keine reisevertraglichen Gewährleistungsansprüche
mehr stützen. Die Anzeige darf nur gegenüber der örtlichen Repräsentanz
/ Reiseleitung oder – sofern diese nicht erreichbar sein sollte – dem
Veranstalter direkt erfolgen. Die Anzeigepflicht entfällt, wenn
erhebliche Schwierigkeiten die Mängelanzeige gegenüber dem Veranstalter
unzumutbar machen.
d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, steht
dem Kunden ein mangelbedingtes Kündigungsrecht gemäß § 651 e BGB nur
dann zu, wenn er dem Veranstalter (bzw. der örtlichen Reiseleitung)
fruchtlos eine angemessene Frist zur Abhilfe gesetzt hat, wenn Abhilfe
unmöglich oder von dem Veranstalter verweigert wird oder wenn die
sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des
Kunden gerechtfertigt wird. Dies gilt entsprechend, wenn dem Reisenden
die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Veranstalter
erkennbaren Grund, nicht zuzumuten ist.
e) Im Falle berechtigter Kündigung kann der Veranstalter für erbrachte
oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine
Entschädigung verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der
erbrachten Reiseleistungen sowie der Gesamtpreis und der Wert der
vertraglich vereinbarten Reiseleistungen maßgeblich (vgl. § 638 Abs. 3
BGB). Dies gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu erbringenden
Reiseleistungen für den Kunden kein Interesse haben. Der Veranstalter
hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die infolge der
Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung im
Reisevertrag enthalten, so hat der Veranstalter auch für diese zu
sorgen und die Mehrkosten zu tragen.
f) Beruht der Reisemangel auf einem Umstand, den der Veranstalter zu
vertreten hat, so kann der Kunde auch Schadensersatz verlangen.
14. Beschränkung der Haftung
a) Die vertragliche und die deliktische Haftung des Veranstalters ist
auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des
Kunden, der nicht in einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der
Gesundheit besteht und
a.a) weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
a.b) wenn der Veranstalter für einen dem Kunden entstehenden Schaden
allein wegen des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Kunde und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von dieser Beschränkung unberührt.
b) Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im
Zusammenhang mit Leistungen, die nicht durch ihn ausgeschrieben sind
und die der Kunde im Zielgebiet bei Leistungsträgern oder Dritten bucht
und für die er an den Leistungsträger oder Dritte ein mit diesen
vereinbartes Entgelt entrichtet (z. B. Ausflüge, Mietwagen,
Ausstellungen usw.). Dies gilt nicht, wenn und soweit für einen Schaden
des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs-, oder
Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich geworden ist.
c) Ansprüche aus unerlaubter Handlung bleiben, soweit nicht ein Fall von Ziff. 14. a) vorliegt, unberührt.
d) Kommt der Kunde im Falle von Gepäckbeschädigungen, -verlusten sowie
-verspätungen seinen Obliegenheiten gem. Ziffer 12. dieser Bedingungen
nicht nach, verliert er darauf beruhende Ansprüche gegen den
Veranstalter gleich aus welchem Rechtsgrund, es sei denn, es wird ein
Schaden wegen Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit oder wegen
vorsätzlichen und grob fahrlässigen Verhaltens des Veranstalters oder
eines Erfüllungsgehilfen geltend gemacht.
15. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
a) Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise
(Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB) hat der Kunde innerhalb eines
Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber
INTERCONTACT Gesellschaft für Studien- und Begegnungsreisen mbH, In der
Wässerscheid 49, 53424 Remagen, geltend zu machen. Nach Ablauf der
Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Kunde die
Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte. Dies gilt jedoch
nicht für die Frist zur Anmeldung von Ansprüchen wegen
Gepäckbeschädigung, -verlusten und -verzögerungen im Zusammenhang mit
Flügen gemäß Ziffer 14. Diese sind binnen sieben Tagen bei
Gepäckbeschädigung und -verlust und binnen 21 Tagen nach Aushändigung
bei Gepäckverspätung zu melden.
b) Ansprüche des Kunden nach den §§ 651 c bis f BGB verjähren in
einem Jahr. Dies gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens,
des Körpers oder der Gesundheit und für sonstige Schäden, die auf einer
grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner
gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
c) Macht der Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich
vorgesehenen Reiseende Ansprüche geltend, so ist die Verjährung so
lange gehemmt, bis der Veranstalter die Ansprüche schriftlich
zurückweist. Diese Zurückweisung stellt zugleich die Verweigerung der
Fortsetzung von Verhandlungen über den Anspruch im Sinne von § 203 BGB
dar.
d) Eine Abtretung jedweder Ansprüche aus Anlass der Reise, gleich aus
welchem Rechtsgrund, an Mitreisende oder sonstige Dritte ist
ausgeschlossen. Ebenso ist ausgeschlossen deren gerichtliche
Geltendmachung im eigenen Namen.
16. Allgemeines / Gerichtsstand
Die Daten des Kunden werden mittels EDV unter Beachtung des
Datenschutzgesetzes aufgenommen, gespeichert und verarbeitet. Eine
Weitergabe von Kundendaten erfolgt nur, soweit dies für die
Durchführung der Reise oder aufgrund zwingender gesetzlicher
Vorschriften oder Maßnahmen erforderlich ist.
Der Kunde kann den Veranstalter nur an dessen Sitz verklagen. Für Klagen des Veranstalter gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend, es sei denn die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, oder gegen Personen die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Veranstalter maßgebend.
Die vorstehenden Bestimmungen zum Gerichtsstand gelten nicht,
- wenn und soweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationale Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kunden und dem Veranstalter anzuwenden sind, etwas anderes zu Gunsten des Kunden ergibt oder
- wenn und soweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen in einem Mitgliedsstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind, als die vorgenannten Bestimmungen oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.
INTERCONTACT GmbH
In der Wässerscheid 49
53424 Remagen
Telefon (0 26 42) 20 09-0
Telefax (0 26 42) 20 09-38
Stand: April 2010 FF